Dr. med. Hans-Jürgen Kühle & Dr. med. Florian Gamerdinger

Praxis für Kinderheilkunde, Jugendmedizin, Neuropädiatrie und Kinderneurologie

Neuropädiatrie

Häufige Krankheitsbilder

Kopfschmerzen: sind auch bei Kindern häufig. Sie sind nicht gefährlicher als bei Erwachsenen. Wenn die Kopfschmerzen ungewöhnlich heftig sind, mit Übelkeit, Erbrechen, Gleichgewichtsstörungen oder Bewusstseinsverlust einhergehen, ist eine genaue Untersuchung beim Kinderneurologen notwendig. Denn es gibt auch gefährliche Ursachen, die bei einer neurologischen Untersuchung und einem EEG (s.u.) erkannt oder ausgeschlossen werden können. Kopfschmerzbehandlung mit Biofeedback

Migräne: ist im Kindesalter fast genau so häufig wie bei Erwachsenen. Meist leidet ein Elternteil oder ein Angehöriger auch an Migräne. Und das Kind hat auch ein Recht auf Linderung seiner Schmerzen. Die Kopfschmerzanfälle sind zu Beginn seltener, wiederholen sich dann aber, tauchen wieder auf und verschwinden wieder. Bei Kindern gehen sie nicht immer mit Übelkeit und Erbrechen her, aber sie entstehen in der Regel im Tagesverlauf, verschlechtern sich bei Anstrengung, während Ruhe Erleichterung bringt. Migräneanfälle dauern 2 Stunden bis 2 Tage, auch daran können sie von andern Kopfschmerzen unterschieden werden. Zum Ausschluss anderer Erkrankungen sollte über eine neurologische Untersuchung hinaus ein EEG (s.u.) durchgeführt werden. Die Behandlung besteht zunächst in der Beseitigung der Kopfschmerzen, auch durch Medikamente, wenn nötig. Es lohnt sich, über die auslösenden Anlässe nachzudenken. Häufiger Anlass ist es die vom Kind erlebte beginnende Entspannung nach einerals anstrengend empfundenen. Schulschwierigkeiten wegen eines ständigen Überforderungsgefühls bei Aufmerksamkeitsstörungen gehören auch dazu. Treten behandlungsbedürftige Anfälle öfter als 4x im Monat auf, ist eine vorbeugende Behandlung anstelle der wiederholten Gabe von Schmerzmitteln angezeigt und möglich! Migränebehandlung mit Biofeedback

Anfallsleiden/Epilepsie: jeder 10. Mensch erleidet einen Anfall einmal in seinem Leben. Die meisten Anfälle treten im Kindesalter auf. Denn das kindliche Gehirn reagiert empfindlicher auf Fieber und Affekte. Die meisten dieser Anfälle sind harmlose Affektkrämpfe und Fieberkrämpfe und sind nicht Ausdruck eines angeborenen Anfallsleidens. Aber auch ein Anfallsleiden tritt oft zum ersten Mal bei Fieber auf. Deshalb wird nach einem Krampfanfall bei Fieber meist ein EEG gemacht.

EEG: ist die Abkürzung für Elektro-Enzephalo-Gramm. Wörtlich übersetzt heißt das: "Die elektrische Aktivität des Gehirns aufschreiben". Hierbei können umschriebene und allgemeine Funktionsstörungen erkannt werden, vor allem Anfallsherde für Epilepsien aufgespürt werden. Aussagen über Intelligenz oder Denken sind mit dem normalen EEG nicht möglich. Die meisten Epilepsien sind mit Medikamenten gut behandelbar, wenn sie rechtzeitig entdeckt werden. Das Kind erleidet dann keine Bewusstseinsverluste mehr und kann sich meistens normal entwickeln.

Entwicklungsdiagnostik: Ist Ihr Kind altersgerecht entwickelt? Kann es alles, was gleichaltrige Kinder im Durchschnitt können? Zur Klärung dieser Fragen haben wir für jedes Alter Untersuchungsmethoden und standardisierte Tests. Einige kennen Sie vielleicht schon von den Vorsorgeuntersuchungen her. Mit diesen Tests können Defizite aufgedeckt werden, um eine richtige Förderung einzuleiten. Je früher damit begonnen wird, desto besser sind die Chancen! Denn: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr!